Anlässlich unseres Elemente Feiertages hatten wir alle einen kleinen Vortrag»« vorbereitet. Hier zum Nachlesen noch einmal die wichtigsten Hinweise.
Barrierefreiheit?
Es geht darum die notwendigen Voraussetzungen für einen Zugang zu Informationen so niedrig zu halten wie möglich. Im alltäglichen Leben gibt es zahlreiche Barrieren die für jeden schnell ersichtlich sind. Aber noch viel mehr, die nicht so einfach zu erkennen sind (Wer jemals versucht hat mit einem Rollstuhl die Pariser Metro zu benutzen der weiß wovon ich spreche). Neben den handfesten Barrieren gibt es allerdings auch noch sprachliche oder kulturelle Barrieren. Viele Barrieren finden sich sowohl im realen Leben als auch im Internet.
Im weiteren reduziere ich die Beispiele allerdings auf das Internet, es gibt aber auch Firmen, die sich auf Barrierefreiheit im realen Leben spezialisiert haben.
Im Zusammenhang mit Websites wird Barrierefreiheit häufig auf visuelle Behinderungen reduziert. Doch es gibt noch zahlreiche andere Barrieren:
- jugendliche Sprache oder englische Begriffe werden von Senioren oft nicht verstanden
- Ausländer, Migranten, Kinder und Jugendliche haben Schwierigkeiten mit Amtsdeutsch oder einer sehr technischen Sprache
- es gibt immer noch zahlreiche Menschen die ungeübt sind im Umgang mit dem Internet. Denen fehlt das Gespür wo vielleicht eine Funktion versteckt sein könnte
- in Fachsprache geschriebene Texte grenzen ebenfalls aus, fatal wenn der Text auch für Personen geschrieben wurde, die nicht vom Fach sind
- technische Barrieren wie unterschiedliche Bildschirmgrößen und unterschiedliche Farbausgaben auf Bildschirmen
- unterschiedliche Darstellungsprogramme für Webseiten: wir können eine Webseite heute auf Mobiltelefonen abrufen, es gibt Textbrowser und auch Suchmaschinen wie Google wollen die Inhalte der Webseite optimal auslesen können
- Formulare mit unklaren Fehlermeldungen und unnötig vielen Pflichtfeldern können ebenfalls eine Barriere darstellen
- es gibt auch kulturelle Barrieren – so ist z.B. die Bereitschaft bestimmte Daten in ein Formular einzugeben in England deutlich höher als in Deutschland.
Die Liste lässt sich beliebig erweitern und es ist offensichtlich, dass die Anzahl der Personen, die durch diverse Barrieren eingeschränkt werden, sehr groß sein kann.
Es ist aber nicht wichtig »alle« möglichen Barrieren zu kennen sondern ein Gefühl dafür zu entwickeln wer durch welche Barrieren eingeschränkt wird. Die Zielgruppe einer Website sollte daher bekannt sein und entsprechende Maßnahmen getroffen werden die Barrieren für diese Gruppe von Menschen so niedrig wie nötig zu halten.
Allerdings ist das keine einmalige Aufgabe. Bei jeder Änderung an der Website sollten die möglichen Barrieren berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass die Personen die Inhalte pflegen diese Dinge besonders berücksichtigen müssen und das auch das Redaktionssystem die notwendigen Tätigkeiten unterstützt.
Mit TYPO3 ist es möglich barrierefreie Websites zu erstellen – eine goldene Biene für eine TYPO3 Website hat dieses bewiesen.